La Luminosa, "die Leuchtende", nennen die Mallorquiner ihre Insel. Besucht man Mallorca im Februar, wird deutlich,
was gemeint ist. Die ganze Insel verwandelt sich in ein Meer von Blüten, wenn zahllose Mandelbäume Ihre weißen und rosa
Blüten sprießen lassen. Das Meer auf Mallorca schillert in allen erdenklichen Türkis und Blautönen und bis Ende Oktober
sind warme Wassertemperaturen zu erwarten. Doch auch im Sommer, wenn die Sonne prachtvoll im Mittelmeer versinkt, strahlt
die Insel. Und abends leuchten die Lichter der Discos und Kneipen hinaus in die Dunkelheit. Mallorca ist zu jeder Jahreszeit
eine Reise wert. Viele Künstler wie z.B. Joan Miro entdeckten die einzigartigen Lichtverhältnisse der Insel schon vor langer
Zeit. Doch nicht nur das Licht, sondern auch das angenehme Klima, die beeindruckende Natur und die stilvolle Lebensart der
Einwohner führten dazu, das manch ein Besucher für immer blieb.
Mittlerweile hat sich der Tourismus auf Mallorca gewandelt. Immer mehr Besucher entdecken jenseits der belebten Strände und
großen Hotels das andere Mallorca. Eine Insel der Fincas und Windmühlen, der türkisfarbenen Buchten, einer vielfältigen
Pflanzenwelt und wunderschönen Bergketten.
Mallorca liegt als Teil des balearischen Vorgebirges, eines unter dem Meeresspiegel verlaufenden Ausläufers der im Tertiär
aufgefalteten Andalusischen Gebirgskette, 82km vor der Küste von Alicante. Die annähernd trapezförmige Insel ist 3640 km2
groß. Die Landschaft Mallorcas ist von starken Gegensätzen geprägt. Die Tramuntana (Serra del Norte) reicht vom Cap de
Formentor an der Nordostspitze Mallorcas bis hin zur Insel Gragonera an der Südwestspitze und weist mehrere tausend Meter
hohe Gipfel auf. Der höchste Gipfel ist der 1445 m hohe Puig Major nördlich von Soller.
Parallel zur Sierra de Tramuntana bilden die niedrigeren Gebirgszüge am Meer wildfelsige Buchten aus: die Costa Brava
Mallorcas. Südöstlich der Tramuntana breitet sich eine große Ebene aus, man spricht auch vom Gemüsegarten Mallorcas.
Hier findet verstärkt landwirtschaftlicher Anbau statt. Die Bucht von Palma, mit der Inselhauptstadt Palma weist im
Westen sandige Felsbuchten und im Osten eine ca. 10km lange Folge von Sandstränden auf. Hier findet sich auch die Platja
de Palma, welche sich von Can Pastilla bis S`Arenal zieht. Zwei große Buchten findet man noch im Norden der Insel die
Bucht von Alcudia und die Bucht von Pollensa. Hier liegt Mallorcas erstes Naturschutzgebiet, die S`Albufera. Vom
nordöstlichen Ende Alcudias bis Santanyi im Südosten verläuft die Serranias de Levante mit den vielen Buchten, wobei
es am südlichen Zipfel der Insel ganz flach wird.
Die Mallorquiner legen Wert auf Tradition und pflegen alte Bräuche. Viele Mallorquiner sprechen ihren Dialekt, der sie von
den Spaniern abgrenzt. Seit 1983 erscheinen die Zeitungen wieder in der Inselsprache Mallorquín.
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